Selbstakzeptanz statt Selbstoptimierung

Psychische Gesundheit und Mentale Stärke brauchen Selbstakzeptanz statt Selbstoptimierung.

Mental Stark für sich selbst sein bedeutet, sich selbst und die eigene Geschichte so anzunehmen, wie sie ist und dazu zu stehen. Wir sind wie wir sind und bleiben geprägt davon, was wir in unserer Vergangenheit erlebt haben. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht daran wachsen oder uns selbst verwirklichen können. Wir müssen an Erlebtem nicht zerbrechen und ein Leben lang leiden. Dies passiert, wenn wir unbewusst versuchen, Erlebnisse von uns wegzuschieben und uns selbst in unserer emotionalen Verarbeitung unterdrücken. Vermeidungsverhalten erhält sogar häufig ein Negatives Erleben aufrecht (Potreck, 2022).

Wir können dieses Negative aber verarbeiten, unsere persönlichen Stärken kennenlernen und uns und anderen Menschen Fehler verzeihen, um glücklicher zu werden. Wir dürfen sowohl an uns selbst glauben, als es uns auch erlauben unsere Selbstüberzeugungen, Meinung und Einstellungen für ein besseres Leben zu ändern. Wir dürfen uns verändern, genauso wie sich unser Leben fortwährend verändert (Morikawa, 2018).

Wir können zum Gestalter nach unseren Werten und unserem Wunsch nach Glück werden. Dies zu erkennen braucht eine Akzeptanzhaltung der bisherigen Erlebnisse, Begegnungen und Begebenheiten auf die wir in unserem Lebenslauf nicht immer Einfluss hatten. Dann ist es uns möglich, dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbstwirksam und aktiv steuern können (Messerschmidt, 2019).

Probiere nun folgende Übung aus, um achtsam Deinen Handlungsspielraum zu erkennen:

„ScheinWerfer für Mentale Stärke und Glück“

1.Richte das Scheinwerfer Licht auf: 
Vergangenes und reflektiere was Du davon nicht mit in die Gegenwart nehmen willst (meist als negativ oder belastend Erlebtes – bei dem in der Gegenwart Handlungsspielraum besteht)

2.Richte das Scheinwerfer Licht auf: 
die Zukunft und reflektiere welche Ziele Du in der Zukunft verfolgst um Deine Mentale Stärke zu fördern, deine Resilienz zu stärken und welche Ressourcen Du dafür aktivieren kannst (Zukunftsvision als klares Ziel formulieren)

3. Richte das Scheinwerfer Licht auf: 
das Hier und Jetzt in der Gegenwart und überlege welche konkreten Schritte Du unternehmen kannst, um Deinem Ziel immer näher zu kommen.

Formuliere hier gerne Teilziele zum großen ganzen Ziel und notiere Dir die notwendigen Aktionen. 

Literaturverzeichnis:

Messerschmidt, J. (2019). Ansätze zur Förderung von Entwicklungsprozessen mit Bildern. In Professionell coachen mit Bildmaterialien (pp. 15-20). Springer, Wiesbaden.

Morikawa, T. (2018). Verzeihen, Versöhnen, Vergessen. Soziologische Perspektiven. Bielefeld: Transcript-Verlag.

Potreck, F. (2022). Selbstakzeptanz fördern. In Therapieziel Wohlbefinden (pp. 305-315). Springer, Berlin, Heidelberg.

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